Mittwoch, 26. Dezember 2012

Rezension: Angel City Love von Scott Speer


Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: cbt-Verlag
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Immortal City
Reihe: 1/?
ISBN - 10: 3570308510
ISBN - 13: 978-3570308516
Preis: 8,99€
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Kurzbeschreibung:
Als Jackson Godspeed, der umschwärmteste Guardian Angel von L.A., auf Maddy Montgomery trifft, passiert ihm etwas nie Gekanntes: Er verliebt sich mit Haut und Haaren in das Mädchen, das er nicht haben kann – denn als Sterbliche hat Maddy in der Glitzerwelt der Hollywood-Engel keinen Platz. Doch als Maddy ausgerechnet während der Zeremonie, bei der Jackson offiziell zum Schutzengel gemacht wird, Opfer eines Überfalls zu werden droht, überschreitet Jackson das ehernste Gesetz seiner Zunft: Obwohl sie nicht zu seinen Schutzbefohlenen gehört, rettet er Maddie in letzter Sekunde vor dem Tod – und macht sich damit zum Ausgestoßenen, der nun um sein Leben fürchten muss. Und nicht nur das: Auch Maddy muss für ihre verbotene Liebe bezahlen …




Scott Speer, 1982 im kalifornischen San Diego geboren, ist ein renomierter Film- und Musikvideoregisseur, der mit Hollywood-Stars wie Ashley Tisdale ("High School Musical") und Paris Hilton gearbeitet hat. Für seine Videos wurde er u. a. mit dem MTV Video Music Award geehrt, mit seinem Film "The Beat" gastierte er auf dem Sundance Film Festival.
"Angel City Love" ist sein erster Roman. *mehr*



Von diesem Buch habe ich wirklich viel erwartet, da ich schon seit Monaten auf das Erscheinen warte. Ich war wirklich sehr glücklich und aufgeregt, als das Buch dann sogar vor dem eigentlichen Erscheinungsdatum erschien und ich es endlich lesen konnte.
Im Nachhinein wünschte ich, ich hätte mir nicht so viel erhofft...
Die Handlung ist auf jeden Fall sehr interessant, auch wenn es am Anfang etwas verwirrend ist. "Angel City Love" beginnt mit einer Rettungsaktion eines Jungen, sodass man als Leser einen Eindruck von der Arbeit der Engel bekommt, die unter den Menschen leben. Diese fand ich zwar aufregend, jedoch konnte ich es anfangs nicht verstehen. 

Denn in diesem Buch sind die Engel nicht gleich Engel. Wie ich das meine? Einerseits sind sie Engel, also sie sehen so aus. Sie können ihre Flügel (die besonders toll beschrieben werden) benutzen und auch mit ihnen fliegen, aber ihr Wesen ist anders. Wenn ich an Engel denke, dann denke ich automatisch an Beschützer, die die Menschen versuchen zu retten. Scott Speer hat seine Engel anders dargestellt. Diese Engel beschützen nur für Geld. Wer sich diese spezielle Versicherung leisten kann, ist vor fast allem sicher. Diejenigen die nicht genug Geld besitzen, haben Pech. Punkt!


"Es braucht doch gar kein Glück, solange es auf dieser Welt Engel gibt."
(S. 41)


Dadurch waren mir die Engel nicht mehr ganz so sympatisch, wie ich anfangs dachte. Die Engel in Angel City (ursprünglich Los Angeles) werden von dem Autor als Stars/Prominente bezeichnet. Sie werden von den Menschen angehimmelt, laufen über rote Teppiche, geben Interviews, haben sogar eigene Realityshows. Touristen reisen ständig nach Angel City, um vielleicht als nächster Schützling ausgewählt zu werden und kaufen Fan-Shirts. Die Engel sind berühmt und beliebt.

Maddy Montgomery ist eine der wenigen, die diese ganze Aufregung überhaupt nicht versteht. ´Engel? Ja und?´, denkt sie. Sie findet es einfach nur übertrieben und mag die Engel nicht besonders. Während alle anderen die Hoffnung haben, irgendwann vielleicht zum Schützling gewählt zu werden, weiß sie, dass das alles Blödsinn ist und schert sich nicht um diese "Glamouröse" Welt. Vielleicht mochte ich Maddy deswegen, weil sie sich von der Masse abhob und ihr kleines Leben lebte, ohne sich vom Hype anstecken zu lassen. Sie lebt mit ihrem Onkel zusammen (ihre Eltern sind früh gestorben) und arbeitet neben der Schule ständig im Diner ihres Onkels, um ihm behilflich zu sein.

Jackson Godspeed auf der anderen Seite führt ein Leben, um das ihn jeder beneidet. Er hat Geld, er ist berühmt und beliebt und er soll zum jüngsten Schutzengel aller Zeiten ernannt werden. Er kann sich wahrlich nicht beschweren. Und obwohl ich Jackson mochte, denn er ist weder eingebildet, noch arrogant, hat mir bei seinem Charakter etwas gefehlt. Ich würde ihn ja als "Gefühlskalt" beschreiben, aber das trifft es dann auch nicht so genau.

Die Begegnung der Beiden scheint eher dem Zufall zu erliegen. Jackson wird nämlich im Laufe des Buches verdächtigt, Engel zu ermorden, denn nur Engel können Engel umbringen. Er versteckt sich dann im Diner von Maddys Onkel. Und da Maddy keine Ahnung hat wie Engel aussehen, hält sie ihn für einen normalen Jungen, der unglaublich gut aussieht.

""Vertraust du mir nicht?"
[...]
Sie betrachtete den Engelsjungen, der da jung und makellos vor ihr stand, die Hand nach ihr ausgestreckt wie die Hand des Schicksals selbst. Es war eine einfach Antwort, ein einziges Wort, aber irgendwie war Maddy klar, dass es ihr Leben verändern würde, auf eine Weise, wie sie es sich nicht vorstellen konnte. "
(S.145)

Die Liebe bzw. die Beziehung der beiden entwickelte sich meiner Meinung nach ein wenig zu schnell. Er sieht sie, ist von ihr fasziniert und bekommt sie nicht mehr aus dem Kopf. Und ihr geht es ähnlich, obwohl sie immer wieder versucht auf Abstand zu bleiben. Desweiteren kam mir die "Liebe" der Beiden Protagonisten ziemlich oberflächlich vor und konnte mich leider nicht überzeugen.

Desweiteren gibt es noch ein Geheimnis um Maddy, das erst nach und nach erklärt wird, was ich aber sehr spannend fand und was ich anfangs nicht erwartet hätte. Durch die abwechselnden Sichten (Erzähler-Sicht) von Maddy, Jackson und einem ehemaligen Engel/Detektiv bekommt man verschiedene Sichten auf das Geschehen und die Geheimnisse.

Natürlich gibt es auch eine Böse Kreatur, die es auf die Engel abgesehen hat und sorgt ab und an für Spannung. Schade fand ich nur, dass die Geschichte der Engel, also wie sie auf die Erde kamen, woher genau sie eigentlich kommen usw. nicht erzählt wurde, sodass einige Fragen beim Lesen offen blieben. Ich persönlich hätte mir diesbezüglich mehr Informationen und Hintergrund gewünscht.

Der Schreibstil des Autors lässt sich zwar flüssig lesen, aber er hätte ruhig mit einigen Beschreibungen sparen können.


Wie es meistens so ist, sollte man sich von einem Buch nie zu viel erhoffen. Ich fand die Handlung recht interessant und manchmal hat sie mich wirklich in ihren Bann gezogen, aber leider konnte sie mich nicht über das ganze Buch hinweg fesseln. Die Liebe, von der in der Kurzbeschreibung gesprochen wird, war so gut wie kaum vorhanden und wirkte ziemlich oberflächlich.

Dennoch vergebe ich: 3 von 5 Schneeflocken



Vielen Dank an den cbt-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Quelle: AmazoncbtYoutube

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