Dienstag, 14. Mai 2013

Rezension: Die Auserwählte von Jennifer Bosworth


Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Struck
ISBN - 10: 3442477018
ISBN - 13: 978-3442477012

Preis: 12,99€

Kurzbeschreibung:
Mia Price liebt es, vom Blitz getroffen zu werden. Es löst in ihr eine überwältigende Energie aus, nach der sie sich immer öfter sehnt. Als aber ein gewaltiges Erdbeben ihre Heimat Los Angeles fast komplett zerstört, geht es nur noch ums Überleben. Im Chaos der Nachbeben werben zwei rivalisierende fanatische Gruppen um Gefolgsleute. Beide versprechen, dass nur ihre Anhänger den nahenden Weltuntergang überleben werden, und beide wollen Mia auf ihre Seite ziehen. Ist sie etwa die Schlüsselfigur der bevorstehenden Apokalypse?


Jennifer Bosworth lives in Los Angeles, California, where lightning hardly ever strikes, but when it does she takes cover. Learn more about her at http://www.jenniferbosworth.com.



Ich hatte große Erwartungen an diesen Endzeitroman, da ich so etwas ähnliches bis jetzt noch nicht gelesen hatte. Ein Mädchen das von Blitzen getroffen wird und danach auch noch süchtig ist? Klang in meinen Ohren äußerst interessant. Leider bin ich nun etwas enttäuscht, denn ich hatte mir mehr erhofft.

Mia Price (17) lebt in Los Angeles, welches nach einem gewaltigen Erdbeben beinahe vollkommen zerstört wurde. Tausende von Menschen sind gestorben und tausende leben nun in Armut und Angst. In diesem Erdbeben hätte Mia auch beinahe ihre Mutter verloren, die nun vollkommen zurückgezogen in ihrem Zimmer lebt und sich Tag und Nacht eine Fernsehpredigt mit einem selbsternannten "Propheten" ansieht. "Das Ende naht", so meint er und nur er und seine Gläubigen werden dieses Ende überleben.

Mia hält von alldem nicht viel, schließlich ist sie eine tickende Zeitbombe. In ihr wütet ein Feuer. Unzählige Male wurde sie nun schon vom Blitz getroffen und hat überlebt. Ihr Körper ist übersäht mit roten Narben, die sie vor der Außenwelt versteckt. Und doch ist sie süchtig und sehnt sich ständig nach einem neuen Gewitter.

An ihrem ersten Tag zurück an der Schule lernt sie eine weitere Gruppe kennen. Sie nennen sich "Die Suchenenden" und bestehen unter anderem aus Menschen mit ungewöhnlichen Kräften. Sie sind die Gegenspieler des Predigers und suchen den "Funken", sind dabei jedoch genauso fanatisch und von ihrer Sichtweise überzeugt. Beide Gruppen wollen Mia auf ihrer Seite und dann ist da noch der geheimnisvolle Jeremy....

Die Handlung fand ich sehr interessant, auch wenn es manchmal etwas verwirrend war. Es kam mir so vor, als gäbe es zu viele Informationen auf einmal (besonders was die Sichtweisen der verschiedenen Gruppen angeht), sodass ich mir nach dem Lesen nicht einmal die Hälfte davon merken konnte. Auch dreht sich das Buch hauptsächlich um den Fanatismus der beiden Gruppen und das Tauziehen dieser um Mia. Das machte mir das Lesen nicht unbedingt leichter und manchmal war mir regelrecht langweilig. 

Mit der Protagonistin Mia konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden. Sie ist zwar ein starker Charakter, schließlich muss sie sich um ihre Mutter und um ihren etwas jüngeren Bruder Parker kümmern, dennoch war sie mir als Protagonistin vom Charakter her zu schwach. Und manchmal regelrecht naiv bzw. dumm. Ihre Handlungen waren oft nicht nachvollziehbar, was mich oft dazu gebracht hat, mir die Haare zu raufen.


Auch die anderen Charaktere waren unscheinbar. Abgesehen von Mia, dem Propheten und eventuell noch Jeremy, werden die Nebencharaktere kaum beachtet, was wirklich schade ist, denn sie hätten etwas mehr pepp in die Geschichte bringen können. Von Jeremy hätte ich auch mehr erwartet, denn er hatte zu Beginn durchaus Potenzial, doch auch er blieb schwach und war einfach nur der gutaussehende und geheimnisvolle Junge. Ständig wusste man nicht, auf welcher Seite er nun eigentlich steht, was anfangs zwar noch spannend war, aber mit der Zeit nervig wurde.

Die "Liebe" von Mia und Jeremy fand ich ziemlich unrealistisch, weil sich die Protagonistin von einem Tag auf den anderen in ihn verliebt, ohne ihn wirklich zu kennen. Und das, obwohl sie jedem eigentlich misstraut, nur komischerweise ihm nicht.

Der Schreibstil von Jennifer Bosworth ist durchschnittlich und lässt sich im Großen und Ganzen auch locker lesen, nur sind es, wie oben schon erwähnt, sehr viele Informationen auf einmal.
Schwache Charaktere erschweren es einem, in die Geschichte abzutauchen und auch die Handlung wurde im Laufe des Buches immer unrealistischer.
Die Grundidee und der Anfang hatten durchaus Potenzial, aber der Funke wollte bei mir einfach nicht überspringen...

Ich vergebe: 2,5 von 5 Schneeflocken


Vielen Dank an Lovelybooks für die Leserunde, an die Autorin und natürlich an den Goldmann Verlag  für die Bereitstellung dieses Leseexemplares!

1 Kommentar:

  1. Schade, die Idee klingt wirklich gut, aber so wie du es beschreibst, nicht unbedingt lesenswert.

    Danke für die Rezension :)

    Liebe Grüße
    Chimiko

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